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Abrechnungsbetrug – Folgen und Kosten für Unternehmer

Ein Abrechnungsbetrug liegt vor, wenn eine Person unwahre Daten in einer Abrechnung angibt, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Rechtlich betrachtet handelt es sich dabei um einen Betrug nach dem StGB. Abrechnungsbetrug lässt sich beispielsweise im Außendienst, in Praxen und Kliniken begehen. Die Strafen reichen bei Arbeitnehmern von der fristlosen Entlassung über eine Schadensersatzforderung durch den Arbeitgeber bis zur Gefängnisstrafe.

Abrechnungsbetrug im Außendienst

Der Außendienst ist für viele Gewerbe unverzichtbar. Sie benötigen Mitarbeiter, die potentielle Neukunden kontaktieren, kürzlich entwickelte Produkte beim Kunden bewerben und Bestandskunden betreuen. Dazu arbeiten Mitarbeiter im Außendienst überregional, meist deutschlandweit und teilweise sogar international. Für die Ausübung ihrer Tätigkeit genießen sie ein besonderes Vertrauen, denn die Entfernung zum Betrieb macht eine ständige Kontrolle durch Vorgesetzte unmöglich.

Welche Angaben werden bei Abrechnungsbetrug gefälscht?

Einer der häufigsten Betrugsversuche betrifft die geleistete Arbeitszeit. Der Mitarbeiter ist zur Erbringung seiner Arbeitsleistung innerhalb der festgelegten Arbeitszeiten verpflichtet. Bei derartigen Tätigkeiten zählen Fahrtzeiten in aller Regel mit dazu. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Mitarbeiter die angegebene Arbeitszeit in Wahrheit mit privaten Dingen verbracht haben.

Eng im Zusammenhang mit der Arbeitszeit steht die Kilometerleistung. Besonders bei der Nutzung von Privatfahrzeugen für dienstliche Angelegenheiten sind viele Arbeitgeber großzügig bei der Auslegung der Kilometerpauschale. Jedoch ist auch bei der Nutzung des Dienstwagens Betrug möglich, indem private Fahrten als geschäftlich abgerechnet werden. Tauchen hier falsche Angaben auf, verursacht das Ihnen als Unternehmer langfristig hohe Kosten durch Abrechnungsbetrug.

Im Bereich der Übernachtungs- und Bewirtungskosten wurde ebenfalls wiederholt betrogen. Viele Unternehmer bieten ihren Außendienstmitarbeitern an, die Bewirtungskosten von Geschäftsessen 1:1 zu erstatten. Auch das Einladen des Geschäftspartners im Sinne des guten Willens gehört häufig zum guten Ton. Wenn nun aber nicht die Geschäftspartner sondern die eigene Familie auf Firmenkosten zum Essen eingeladen wird, geht Ihnen als Unternehmer viel Geld verloren. Das gleiche gilt für das Abrechnen von Übernachtungskosten, die der Mitarbeiter überhaupt nicht selbst aufgewendet hat.

Alle Delikte bedeuten einen Betrug nach dem StGB. Die häufigste Strafe bei Straftaten im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis ist die fristlose Kündigung. Selten besteht ein Interesse daran, das Arbeitsverhältnis weiterzuführen. Je nachdem, welcher Schaden entstanden ist, können Sie allerdings auch Schadensersatz fordern und eine Strafanzeige stellen. Die Höhe der Forderungen richtet sich nach dem entstandenen Schaden, welchen Sie zweifelsfrei nachweisen müssen.

Abrechnungsbetrug in der Gesundheitsbranche

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen. Dies ist leider durch das Krankenkassensystem in Deutschland allzu leicht möglich. Der Grund ist: Kassenpatienten erfahren überhaupt nicht, welche Leistungen tatsächlich abgerechnet werden. Die meisten Menschen könnten mit den Fachbegriffen auf ärztlichen Schreiben ohnehin nichts anfangen.

Der Ablauf einer ärztlichen, pharmazeutischen oder therapeutischen Behandlung ist immer identisch: Der Patient zeigt in der Praxis oder Klinik seine Versichertenkarte vor und die Abrechnung erfolgt direkt mit der Krankenkasse. Dieses System ist einfach und für den Patienten unkompliziert. Nur bei Leistungen, die der Patient ganz oder teilweise selbst tragen muss, erhält er Post vom Behandelnden. Der Nachteil dieser Einfachheit ist allerdings, dass der Patient auch nicht erfährt, welche Leistungen bei seiner Krankenkasse tatsächlich abgerechnet werden und ob die Krankenkasse alle abgerechneten Leistungen vorbehaltlos bezahlt.

Wo wird bei der Abrechnung im Gesundheitswesen betrogen?

In den Praxen von Ärzten und Therapeuten wurden in der Vergangenheit wiederholt Behandlungen abgerechnet, die am Patienten nie durchgeführt wurden. Dabei nutzen die Verantwortlichen in der Regel einfache, allgemein anerkannte Therapien, die häufig verordnet werden und für ein breites Spektrum an Patienten nutzbar sind. Diese werden bei der Kasse meist, im Gegensatz zu spezifischen Therapien, ohne Rückfragen akzeptiert.

Gleiches gilt für das Krankenhaus (bzw. Klinikum, Gesundheitszentrum) und Notdienste. Bei hunderten Patienten pro Woche lassen sich schnell ein paar zusätzliche Behandlungen unterbringen, die nie stattgefunden haben. Auch hier gilt wieder: Der Patient erhält schließlich keine Übersicht der Maßnahmen.

Auch in Apotheken und der Pflege kam es bereits zu Vorfällen. Hierbei muss der Betrüger lediglich darauf achten, dass er Leistungen abrechnet, die von der Krankenkasse und nicht vom Patienten getragen werden. Apotheken betrogen in der Vergangenheit zum Beispiel, indem andere, günstigere Medikamente herausgegeben oder fiktive Medikamentenverordnungen bei der Kasse eingereicht wurden. In der Pflege kam es ebenfalls zu diversen Betrugsfällen durch die Abrechnung fiktiver Medikamente und Therapien.

Abrechnungsbetrug melden – So geht es richtig!

Bei der Meldung eines Abrechnungsbetruges kommt es in erster Linie auf Ihre Position an. Sind Sie selbst Angestellter und beobachten den Betrug bei einem Kollegen, dann melden Sie diesen an den Vorgesetzten. Dieser wird dann weitere Schritte zur Untersuchung einleiten.

Sind Sie selbst der Vorgesetzte oder Unternehmer, dann müssen Sie die notwendigen Schritte unternehmen, um den Angestellten zur Rechenschaft zu ziehen. Wichtig ist immer, dass die Beweislast für Abrechnungsbetrug beim Arbeitgeber beziehungsweise beim Vorgesetzten liegt. Eine reine Vermutung reicht nicht aus und führt, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, zum Freispruch des „Betrügers“.

Vermuten Sie als Patient einen Abrechnungsbetrug durch den Arzt oder Therapeuten, dann ist die Meldung bei der Krankenkasse sinnvoll, da diese den Schaden davonträgt. Viele Kassen haben dafür einen separaten Service eingerichtet, wo Sie Ihre Hinweise, auch anonym, einreichen können.

Kurz zusammengefasst bedeutet das für das Vorgehen:

  • Betrug feststellen
  • Betrugsfall dokumentieren – Wer?, Wann?, Was?
  • Zuständige Stelle herausfinden – Abteilungsleiter, Firmeninhaber, Krankenkasse
  • Informationen weitergeben
  • Detektei beauftragen

FAQ – Abrechnungsbetrug

Was fällt unter Abrechnungsbetrug?

Abrechnungsbetrug bedeutet die bewusste Falschangabe von Daten, um daraus einen Vorteil, beispielsweise in Form von Geldleistungen, zu erhalten.

Welche Strafen drohen bei Abrechnungsbetrug?

Bei Abrechnungsbetrug durch Angestellte ist die erste Konsequenz meist die fristlose Kündigung. Ist durch den Betrug ein Schaden entstanden, sind Sie als Unternehmer berechtigt, diesen Schaden einzufordern.

Begeht ein Arzt oder Therapeut Abrechnungsbetrug, besteht die Strafe in der Rückzahlung der unrechtmäßig erbrachten Leistungen und einer Strafzahlung an die verantwortliche Stelle.

Welche sonstigen Konsequenzen drohen?

Abrechnungsbetrug gilt als Betrug im Sinne des Strafgesetzbuches. Je nach Schwere des Betrugs können Geldstrafen, Bewährungsstrafen und in extremen Fällen sogar Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahre beziehungsweise zehn Jahre bei schwerem Betrug verhängt werden.

Wann verjährt Abrechnungsbetrug?

Nahezu alle Straftaten verfügen über eine Verjährungsfrist. Das ist eine Frist, nach der die Tat nicht mehr bestraft werden kann. Abrechnungsbetrug als Betrug im Sinne des StGB verjährt im Regelfall nach fünf Jahren.

Welche Branchen sind überwiegend betroffen?

Betrug bei der Abrechnung wird überwiegend im Außendienst und dem Gesundheitswesen begangen. Dazu zählen unter anderem:

  • Mitarbeiter im Außendienst zur Kundenbetreuung
  • Krankenhäuser
  • Praxen von Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten
  • Pflegeheime und mobile Pflegedienste
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